10-eokETF · QLD

QLD Sparplan-Backtest

Wenn du monatlich 600 € angelegt hättest — wie lange bis 1 Mio. €?

QLD (ProShares Ultra QQQ) ist ein Hebel-ETF, der die 'Tagesrendite' des US-Index Nasdaq 100 verdoppelt. Er ist 2006 an die Börse gegangen, hat also eine lange Datenhistorie und taucht deshalb oft in Sparplan-Backtests auf. Stell dir den Nasdaq 100 vor – voll mit großen Techwerten wie Apple, Microsoft und Nvidia – und QLD tritt diesen Index mit geliehenem Geld täglich doppelt so stark durch.

Mit 600 €/Monat erreichst du 1 Mio. € nach etwa 13 J. 1 M.
Seit Juni 2013 angelegt, wären das heute etwa 1,02 Mio. € · eingezahlt 94.800 € · jährlich +35%
※ Kauftag Tag 1 · Ziel 1 Mio. € · Basierend auf echten historischen Kursen und dem damaligen Wechselkurs. Vergangene Renditen garantieren nicht die Zukunft.

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Zuerst: Was ist der Nasdaq 100?

Der Nasdaq 100 bündelt rund 100 große Unternehmen der US-Börse Nasdaq – ohne Finanzwerte. Techkonzerne, die wir täglich nutzen, wie Apple, Microsoft, Amazon, Nvidia oder Google, machen einen großen Teil aus. Deshalb steigt der Index schnell, wenn das Wachstum stark ist, fällt aber genauso kräftig, wenn die Techwerte gemeinsam ins Wanken geraten.

QLD kauft nicht den Index selbst, sondern verstärkt dessen 'Tagesbewegung' auf das Doppelte. Steigt der Index an einem Tag um 1 %, legt QLD um rund 2 % zu; fällt er um 1 %, verliert QLD rund 2 %. Das wird jeden Tag neu eingestellt.

'Täglich 2x' und das tägliche Rebalancing

Der entscheidende Punkt: Das '2-fache' gilt pro Tag. Nach jedem Handelsschluss passt QLD den geliehenen Anteil so an, dass am nächsten Tag wieder exakt das Doppelte herauskommt. Das nennt man tägliches Rebalancing.

Deshalb ergibt sich 'nach einem Monat' oder 'nach einem Jahr' nicht einfach die doppelte Indexrendite. Weil sich das tägliche Verdoppeln aufsummiert, weicht das Langzeitergebnis von der einfachen Multiplikation ab. Wer das nicht weiß, erwartet leicht Falsches – etwa 'der Nasdaq 100 hat sich verdoppelt, also steht QLD viermal höher'.

Warum ist das Langzeitergebnis nicht 'das Doppelte des Index'?

Der Grund heißt Pfadabhängigkeit. Weil täglich neu verdoppelt wird, bleibt bei einem Auf und Ab ein Verlust hängen, selbst wenn der Index wieder am Ausgangspunkt landet. Beispiel: Steigt ein Wert an einem Tag um +10 % und fällt am nächsten um −9,09 %, steht er wieder bei null. Das 2-fach-Produkt macht aber +20 % und dann −18,18 %, sodass aus 100 nur noch etwa 98,2 werden – weniger als der Einsatz. Sammeln sich solche kleinen Verluste in einem Seitwärtsmarkt an, spricht man von Volatilitäts-Drift (oder Hebel-Zerfall).

Umgekehrt kann in einem starken, stetig steigenden Markt der Zinseszins wirken: Auf das täglich gewachsene Vermögen wird erneut das Doppelte gesetzt, und das bringt manchmal mehr als das einfache Doppelte. QLD ist also dein Freund, wenn der Trend klar ist, und dein Gegner, wenn es hin und her schwankt oder lange fällt. Selbst über denselben Zeitraum hängt das Ergebnis stark davon ab, wann du eingestiegen bist und in welcher Reihenfolge es rauf und runter ging.

Passt das zum Sparplan – und wo sind die Grenzen?

Ein Sparplan, bei dem du jeden Monat denselben Betrag anlegst, kauft bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile. In der Erholungsphase nach einem großen Rückgang kann das überraschend gut zu einem schwankungsstarken Produkt wie QLD passen: Die im Abschwung günstig eingesammelten Anteile entfalten beim Rebound ihre Wirkung.

Die Grenzen sind aber deutlich. Selbst beim gleichen Sparplan klaffen die Ergebnisse je nach Startzeitpunkt viel weiter auseinander als bei einem 1-fach-Produkt. Wer kurz vor einem großen Crash einsteigt, muss lange bis zur Erholung durchhalten – und in der Zwischenzeit nagt die Volatilitäts-Drift an der Rendite. Denk unbedingt daran, dass das 'Glück des Startzeitpunkts' hier stark wirkt. Dass die Vergangenheit gut war, garantiert keine gleiche Zukunft.

Für wen passt es – und für wen nicht?

QLD passt zu Menschen, die große Rückgänge emotional aushalten, die Funktionsweise eines Hebelprodukts verstehen und nur einen Teil ihres Vermögens abzweigen, um die Schwankungen über lange Zeit zu ertragen. Verbreitet ist die Sicht, es nicht als Gesamtwette, sondern nur als 'Satelliten', also einen kleinen Teil, beizumischen.

Umgekehrt ist es nichts für dich, wenn dich ein Kapitalverlust um den Schlaf bringt, wenn du das Geld bald brauchst oder wenn du bei einem Absturz zum Verkauf neigst. Dann sind ein QQQ ohne Hebel oder ein breiter gestreuter SPY vielleicht die ruhigere Wahl. So oder so: Es ist nie zu spät, deine eigenen Zahlen einmal mit dem Rechner oben durchzurechnen, bevor du entscheidest.

Möchtest du Betrag, Kauftag oder Ziel ändern? Nutze den Button oben, um es selbst zu berechnen.

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Dieser Inhalt dient nur der Information und ist keine Anlageberatung oder -empfehlung. Deine Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich.